New Orleans wird im Allgemeinen als der Geburtsort des Jazz
bezeichnet. Wenngleich es auch in anderen Teilen der USA ähnliche
musikalische Entwicklungen gab, waren die Voraussetzungen für die
Entwicklungen des Jazz hier am besten. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts
bestand die Bevölkerung in New Orleans je zur Hälfte aus Schwarzen
und Weißen. Zugleich herrschte ein starker Zuwachs an Sklaven, was
zu einer Erfrischung der Kulturen führte.
Um 1880 herum begannen kreolische Musiker auf dem Congo-Square
Musik in Form eines Ruf-Antwort (Call and Response) Musters
aufzuführen. Dabei mischten sie afrikanische mit europäischen
Instrumenten und sangen in kreolischem Patois.
Nach 1890 verschlimmerte sich die Rassendiskriminierung und Weiße
verdrängten die gebildeten kreolischen Schwarzen aus den besseren
Wohngegenden. So waren sie gezwungen "uptown" zu ziehen.
Dadurch verstärkte sich die Ghettobildung, so war es aber auch
möglich, dass die gebildeten Kreolen auf bluesige und erdige Musik
trafen, die sie vorher so noch nicht kannten. Diese neue, rauere
Musik gepaart mit den Kenntnissen der Kreolen schufen eine neue Form
der Musik.
1897 wurde das erste legale Amüsierviertel in New Orleans
gegründet, was was die Entwicklung des Jazz weiter vorantrieb. Die
wirtschaftliche Situation der Kreolen verschlechterte sich zu dieser
Zeit immer mehr und viele junge Pianisten fanden dort ein neues
Einkommen. Im Laufe der Zeit vermischten sich außerdem die
europäische und afrikanische Kultur immer weiter.
Eine typische Band aus New Orleans bestand damals aus Blechbläsern
und Schlagzeug der Blaskapellen, Klarinetten der eher gebildeten und
einem Banjo oder einer Gitarre aus dem Blues.
Bekannte Musiker aus New Orleans zu Anfang des 20. Jahrhunderts
Buddy Bolden: großartiger Bläser, der jedoch 1907 einen Amoklauf
beging und in einer psychischen Anstalt landete. Er formte die
Elemente der Pre-Jazz Musik um.
Joe "King" Oliver: Kornettist und Lehrer und Mentor von
Louis Armstrong.
Louis Daniel Armstrong: einer der berühmtesten Jazzmusiker, der
das Kornettspiel Anfang des 20. Jahrhunderts in einem Heim für
straffällige Jugendliche lernte.
Sidney Bechet: kreolischer Sopransaxophonist und Klarinettist.
Bechet war neben Jelly Roll Morton und Louis Armstrong einer der
wichtigen Solisten des frühen Jazz.
Jelly Roll Morton: Pianist, Komponist und Bandleader und einer
der einflussreichsten Musiker dieser Zeit.
Freddie Keppard: Korenettist, der als einer der Nachfolger von
Buddy Bolden gilt.
Bunk Johnson: Kornettist und Trompeter. Er gilt als die
Zentralfigur des New Orleans-Revivals.
Wegmarken der 1920er Jahre
1920: Duke Ellington gründet mit Sonny Greer eine
Amateur-Tanzkapelle. Die Prohibition wird eingeführt. Sie fördert
indirekt den Jazz, der in illegalen Kneipen eine dankbare Bühne
findet.
1921: Bessie Smith, die "Königin des Blues" wird zur
führenden schwarzen Sängerin der 20er Jahre.
1922: King Oliver holte Louis Armstrong nach Chicago.
1924: Ethel Waters und andere Entertainer von N.B.C. verbreiten
die neue Musik in ihren Sendungen.
1925: Louis Armstrong nimmt mit den "Hot Five" einige
Alben auf, die später als Jazzklassiker gelten.
1926: Earl Hines ist der erste Klaviervirtuose des Jazz. Junge
weiße Musiker entwickeln den Chicago Jazz, eine schnelle, intensive
Version des New Orleans-Jazz.
1928: In Chicago erhält der Jazz einen schweren Schlag, als
beschlossen wird, entschlossen gegen die organisierte Kriminalität
vorzugehen.
Donnerstag, 12. September 2013
Mittwoch, 11. September 2013
Die Ursprünge des Jazz
Obwohl Jazz eine vergleichsweise junge Musikform ist, reichen deren Wurzeln weit zurück. Als versklavte Schwarze aus Westafrika nach Amerika verschleppt wurden, brachten sie neben ihrer Arbeitskraft auch ihre Kultur und Religion mit. Dabei vermischten sich nicht nur die Kulturen und Traditionen der verschiedenen Länder Afrikas untereinander, sondern verschmolzen auch mit der europäisch geprägten amerikanischen Kultur. Dies war möglich, weil die Sklavenhalter in Amerika die Kultur der Sklaven weniger stark unterdrückten, als der britische Protestantismus, der das Tanzen und Trommeln verbot. Zwei entscheidende Elemente der westafrikanischen Kultur und Religion. Die "Toleranz" der Sklavenhalter war aber weniger humanistisch, als mit Hinblick auf die Arbeitsleistung der Feldarbeiter geprägt, die durch das Singen ihre Stimmung und so auch deren Arbeitsleistung verbesserten.
In der westafrikanischen Musik dominieren Rhythmus über Melodie und Harmonik. Das hatte das Musikgefühl der verschiedenen Kulturen Westafrikas gemeinsam. Das melodische Verständnis unterschied sich jedoch von dem europäischen Verständnis von Melodik jedoch nicht so stark, dass insbesondere in Bezug auf den Gesang keine gemeinsame Basis gefunden werden konnte. In der europäischen Musik legte man jedoch einen besonderen Wert auf klangliche Reinheit und Geradlinigkeit. Durch das Sprachverhalten der Westafrikaner geprägt, sangen die Sklaven jedoch rauher, mit gebogenen und ausgeschliffenen Tönen.
Ebenso die Rhythmik der afrikanischen Musik unterschied sich von der europäischen. Besonders in den religiösen Zeremonien spielten die Trommelensembles eine wichtige Rolle. Sie spielten oft in triolischen Gruppierungen, leicht gegeneinander verschoben und sich gegenseitig überlappend. Dieses Konzept war in der europäischen Musik völlig unbekannt. Aus all diesen Elementen entstand das, was später Jazz genannte werden sollte.
Eine wichtige Quelle für den Jazz waren auch die Worksongs, in denen sich schon früh die afrikanische und amerikanische Kultur und Sprache vereinen sollten. Diese, auch musikalisch, neue Kultur entstand, weil sich durch das Verschleppen der Schwarzen ein schleichender Identitätsverlust einstellte, der durch eine Vermischung der vorherrschenden Kulturen ersetzt wurde.
Ein wichtiges Element des Jazz, das "Call and Response", findet seine Ursprünge in den Kirchen, bei denen schwarze Prediger Psalmen aus der Bibel vorredeten, die die Kirchfänger dann wiederholten. Bekannt für diese Form des rhythmischen Predigens ist der schwarze Pastor Black Harry, der im sogenannten lining-out-Stil Psalmen mit der Intonation afrikanischer Sprache vortrug. Diese Form des Call and Response findet sich musikalisch später auch im Gesang des Gospel, oder dem Austauschen von Riffs durch Instrumentengruppen in Big Bands.
Die direkteste Basis für den Jazz ist der Blues - eine Mischung aus ländlicher afroamerikanischer Musik mit den Harmonien europäischer Kirchenlieder. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann noch weitere mehr oder weniger stark ausgeprägte Einflüsse hinzu: Minstrelsy, Spirituals und Ragtime.
Minstrels waren Karikaturen dessen, was die Weißen für das ursprüngliche Leben der Schwarzen hielten. Diese wurden dann durch geschminkte weiße Schauspieler auf der Bühne dargestellt. Zwar hatten die Minstrels nur sehr geringen Einfluss auf die Musikform des Jazz, aber durch die Minstrels kamen die Weißen mit einigen Elementen der schwarzen Kultur in Kontakt.
Ragtime (eng.: ragged - zerrissen) entlehnte sich aus der leichten klassischen Klaviermusik. Er beruht auf einer stetigen marschartigen linken Hand, die mit der rechten kontrastiert wird. Der Ragtime hat einen freundlichen und optimistischen Charakter. Der frühe Jazz übernahm später einige Elemente des Ragtime, wie Beats und Marschrhythmik.
Das erste Jazzalbum wurde 1917 ironischerweise von einer mit weißen Musikern besetzten Band aufgenommen - der Original Dixieland Jazzband aus New York. Der Jazz hatte sich aber schon lange zuvor im Verborgenen entwickelt. Im Blues, der Plantagenmusik, im Boogie, dem Ragtime, den Marchin-Bands, den Begräbnis-Kapellen und der Musik, die in den Bordellen gespielt wurde.
1903-1904: Jelly Roll Morton behauptet, er habe durch die Glättung des Ragtime Beats den Jazz erfunden
1905-1906: W. C. Handy formailisiert den Blues, notiert zuvor nur mündlich überlieferte Musik und schriebt Songs wie den brühmten St. Louis Blues
1911-1912: Weiße Musiker kopieren die von schwarzen kreierte Musik, wie die Reliance Brass Band oder die Original Dixieland Jazz Band
1913-1914: Die Schallplatte wird weiterentwickelt und ermöglicht es, Musik zuhause auf Plattenspielern zu hören.
1915-1916: Der Jazz verbreitet sich. Bands aus New Orleans spielen in Kalifornien und am Broadway.
1917-1918: Die erste Jazz-Schallplatte von der Original Dixieland Jazz Band erscheint 1917.
1919-1920: der bedeutende Poasunist Kid Ory ausNew Orleans gehtnach Los Angeles und gründet dort eine Jazz Band. Der Jazz findet so ein neues Publikum. Zur gleichen Zeit spielt Louis Armstrong regelmäßig auf Flussdampfern als Musiker.
In der westafrikanischen Musik dominieren Rhythmus über Melodie und Harmonik. Das hatte das Musikgefühl der verschiedenen Kulturen Westafrikas gemeinsam. Das melodische Verständnis unterschied sich jedoch von dem europäischen Verständnis von Melodik jedoch nicht so stark, dass insbesondere in Bezug auf den Gesang keine gemeinsame Basis gefunden werden konnte. In der europäischen Musik legte man jedoch einen besonderen Wert auf klangliche Reinheit und Geradlinigkeit. Durch das Sprachverhalten der Westafrikaner geprägt, sangen die Sklaven jedoch rauher, mit gebogenen und ausgeschliffenen Tönen.
Ebenso die Rhythmik der afrikanischen Musik unterschied sich von der europäischen. Besonders in den religiösen Zeremonien spielten die Trommelensembles eine wichtige Rolle. Sie spielten oft in triolischen Gruppierungen, leicht gegeneinander verschoben und sich gegenseitig überlappend. Dieses Konzept war in der europäischen Musik völlig unbekannt. Aus all diesen Elementen entstand das, was später Jazz genannte werden sollte.
Eine wichtige Quelle für den Jazz waren auch die Worksongs, in denen sich schon früh die afrikanische und amerikanische Kultur und Sprache vereinen sollten. Diese, auch musikalisch, neue Kultur entstand, weil sich durch das Verschleppen der Schwarzen ein schleichender Identitätsverlust einstellte, der durch eine Vermischung der vorherrschenden Kulturen ersetzt wurde.
Ein wichtiges Element des Jazz, das "Call and Response", findet seine Ursprünge in den Kirchen, bei denen schwarze Prediger Psalmen aus der Bibel vorredeten, die die Kirchfänger dann wiederholten. Bekannt für diese Form des rhythmischen Predigens ist der schwarze Pastor Black Harry, der im sogenannten lining-out-Stil Psalmen mit der Intonation afrikanischer Sprache vortrug. Diese Form des Call and Response findet sich musikalisch später auch im Gesang des Gospel, oder dem Austauschen von Riffs durch Instrumentengruppen in Big Bands.
Die direkteste Basis für den Jazz ist der Blues - eine Mischung aus ländlicher afroamerikanischer Musik mit den Harmonien europäischer Kirchenlieder. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann noch weitere mehr oder weniger stark ausgeprägte Einflüsse hinzu: Minstrelsy, Spirituals und Ragtime.
Minstrels waren Karikaturen dessen, was die Weißen für das ursprüngliche Leben der Schwarzen hielten. Diese wurden dann durch geschminkte weiße Schauspieler auf der Bühne dargestellt. Zwar hatten die Minstrels nur sehr geringen Einfluss auf die Musikform des Jazz, aber durch die Minstrels kamen die Weißen mit einigen Elementen der schwarzen Kultur in Kontakt.
Ragtime (eng.: ragged - zerrissen) entlehnte sich aus der leichten klassischen Klaviermusik. Er beruht auf einer stetigen marschartigen linken Hand, die mit der rechten kontrastiert wird. Der Ragtime hat einen freundlichen und optimistischen Charakter. Der frühe Jazz übernahm später einige Elemente des Ragtime, wie Beats und Marschrhythmik.
Das erste Jazzalbum wurde 1917 ironischerweise von einer mit weißen Musikern besetzten Band aufgenommen - der Original Dixieland Jazzband aus New York. Der Jazz hatte sich aber schon lange zuvor im Verborgenen entwickelt. Im Blues, der Plantagenmusik, im Boogie, dem Ragtime, den Marchin-Bands, den Begräbnis-Kapellen und der Musik, die in den Bordellen gespielt wurde.
Der Begriff "Jazz"
Woher der Begriff "Jazz" stammt, ist nicht eindeutig geklärt. 1909 tauchte der Befriff in dem Song "Uncle Josh in Society“ auf: „One lady asked me if I danced the jazz …". Zuvor sprach man in diesem Zusammenhang von "Hot Ragtime" oder einfach Ragtime. Zu Anfang schrieb man das Wort Jazz auch "Jass", was die Vermutung unterstützt, das Wort leite sich aus dem kreolischen Patois ab, in dessen Sprache es eine rege Aktivität im sexuellen Bereich beschreibt. Auch eine Ableitung aus dem französischen Begriff "jasm" - Energie, Dynamik, Vitalität wird vermutet.
Wichtige Wegmarken des Jazz
1900-1902: Geburt von Louis Armstrong am 4. August 1901
1903-1904: Jelly Roll Morton behauptet, er habe durch die Glättung des Ragtime Beats den Jazz erfunden
1905-1906: W. C. Handy formailisiert den Blues, notiert zuvor nur mündlich überlieferte Musik und schriebt Songs wie den brühmten St. Louis Blues
1911-1912: Weiße Musiker kopieren die von schwarzen kreierte Musik, wie die Reliance Brass Band oder die Original Dixieland Jazz Band
1913-1914: Die Schallplatte wird weiterentwickelt und ermöglicht es, Musik zuhause auf Plattenspielern zu hören.
1915-1916: Der Jazz verbreitet sich. Bands aus New Orleans spielen in Kalifornien und am Broadway.
1917-1918: Die erste Jazz-Schallplatte von der Original Dixieland Jazz Band erscheint 1917.
1919-1920: der bedeutende Poasunist Kid Ory ausNew Orleans gehtnach Los Angeles und gründet dort eine Jazz Band. Der Jazz findet so ein neues Publikum. Zur gleichen Zeit spielt Louis Armstrong regelmäßig auf Flussdampfern als Musiker.
Montag, 26. August 2013
Eine kurze Geschichte der Oper - Teil 1
Die Oper ist vielleicht die gewaltigste Musikform, die die Menschheit hervorgebracht hat. Auf der ganzen Welt finden sich neben der europäischen Oper weitere Operntraditionen, z. B. die japanische Oper oder die chinesische Oper. Sie alle haben gemein, eine Geschichte mit Schauspiel und Musik zu erzählen.
Das Wort Oper stammt von dem italienischen Begriff "opera in musica" (musikalisches Werk) ab. Die europäische Oper ist aus dem Madrigal entstanden. Das Madrigal ist eine Liedform, mit weltlichen Texten für mindestens drei Stimmen, normalerweise ohne Begleitung.
Die europäische Oper hat seine Vorläufer im antiken Griechenland. Im griechischen Theater fanden bereits 534 v. Chr. Verbindungen zwischen Musik und Schauspiel statt. Eine besondere Rolle wurde dabei noch dem Chor zugewiesen. Verbunden mit Rundtänzen und solistisch auftretenden Sängern, die auch schauspielerisch tätig waren, bildet das griechische Theater den frühesten bekannten Vorgänger der heutigen Oper. Bei den alten Griechen mussten allerdings noch die weiblichen Zuschauer auf den hinteren Rängen Platz nehmen. Die Schauspielerei war ihnen gänzlich verboten. Die Stücke hatten einen stark religiösen Charakter und ein Besuch galt als gesellschaftlich verpflichtend. Die heutige Oper war zu Beginn seiner Entstehung der Versuch das alte Griechenland wieder auferstehen zu lassen.
Im Mittelalter (6. bis 15. Jahrhundert) verband man Musik und Gesang, um den Gottesdienst zu gestalten. Diese "geistlichen Spiele, oder liturgischen Dramen, dienten der Darstellung biblischer Inhalte in verständlicher Form. Die Texte wurden anfangs jedoch in Latein vorgetragen, was der Verständlichkeit beim einfach Volk nicht unbedingt zuträglich gewesen sein dürfte. Später wurden die Aufführungen nicht mehr nur in der Kirche, sondern auch auf nicht-kirchlichen Plätzen aufgeführt. Dazu wurde die Verwendung von aufwändigen Massenszenen und Kostümen eingeführt, was die Popularität der geistlichen Spiele erhöhte.
Das Werk, das man heute zumeist als erste Oper bezeichnet, ist “L’Orfeo” des italienischen Komponisten Claudio Monteverdi (1567-1643), das 1607 uraufgeführt wurde. Monteverdi lebte zur Zeit der Renaissance und erweiterte die beliebten Madrigale um weitere Melodien und Musikbegleitung. Die Handlung von L’Orfeo orientiert sich an der griechischen Sage von Orpheus und Eurydike.
Die Oper wurde im Laufe der Zeit immer beliebter und so mussten auch entsprechende Spielstätten geschaffen werden. 1637 entstand das erste Opernspielhaus der Welt in Venedig: das Teatro San Cassiano.
Die erste deutsche Oper “Die Dafne” entstand 1627 und stammt von Martin Opitz (Libretto) und Heinrich Schütz (Musik). Im Gegensatz zum Libretto ist die Musik leider nicht erhalten geblieben.
Mit der Zeit entwickelten sich zwei Formen der Oper. Die ernste, tragische Opera seria und die lustige, heitere Opera buffa. Eine neue Entwicklung der Oper brachte Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), der die strengen Regeln der Opera seria und Opera buffa auflöste und Sprache und Musik sowie Handlung und Ornamentik vermischte.
Die wichtigsten Opern:
Claudio Monteverdi: L’Orfeo
Wolfang A. Mozart: Die Zauberflöte
Wolfgang A. Mozart: Die Hochzeit des Figaro
Richard Wagner: Tristan und Isolde
Ludwig van Beethoven: Fidelio
Carl Maria von Weber: Der Freischütz
Giacomo Puccini: La Bohamvilla
Giaocchino Rossini: Der Barbier von Sei
Johann Strauss (Sohn): Die Fledermaus
George Bizet: Carmen
Guiseppe Verdi: Aida
Das Wort Oper stammt von dem italienischen Begriff "opera in musica" (musikalisches Werk) ab. Die europäische Oper ist aus dem Madrigal entstanden. Das Madrigal ist eine Liedform, mit weltlichen Texten für mindestens drei Stimmen, normalerweise ohne Begleitung.
Die europäische Oper hat seine Vorläufer im antiken Griechenland. Im griechischen Theater fanden bereits 534 v. Chr. Verbindungen zwischen Musik und Schauspiel statt. Eine besondere Rolle wurde dabei noch dem Chor zugewiesen. Verbunden mit Rundtänzen und solistisch auftretenden Sängern, die auch schauspielerisch tätig waren, bildet das griechische Theater den frühesten bekannten Vorgänger der heutigen Oper. Bei den alten Griechen mussten allerdings noch die weiblichen Zuschauer auf den hinteren Rängen Platz nehmen. Die Schauspielerei war ihnen gänzlich verboten. Die Stücke hatten einen stark religiösen Charakter und ein Besuch galt als gesellschaftlich verpflichtend. Die heutige Oper war zu Beginn seiner Entstehung der Versuch das alte Griechenland wieder auferstehen zu lassen.
Im Mittelalter (6. bis 15. Jahrhundert) verband man Musik und Gesang, um den Gottesdienst zu gestalten. Diese "geistlichen Spiele, oder liturgischen Dramen, dienten der Darstellung biblischer Inhalte in verständlicher Form. Die Texte wurden anfangs jedoch in Latein vorgetragen, was der Verständlichkeit beim einfach Volk nicht unbedingt zuträglich gewesen sein dürfte. Später wurden die Aufführungen nicht mehr nur in der Kirche, sondern auch auf nicht-kirchlichen Plätzen aufgeführt. Dazu wurde die Verwendung von aufwändigen Massenszenen und Kostümen eingeführt, was die Popularität der geistlichen Spiele erhöhte.
Das Werk, das man heute zumeist als erste Oper bezeichnet, ist “L’Orfeo” des italienischen Komponisten Claudio Monteverdi (1567-1643), das 1607 uraufgeführt wurde. Monteverdi lebte zur Zeit der Renaissance und erweiterte die beliebten Madrigale um weitere Melodien und Musikbegleitung. Die Handlung von L’Orfeo orientiert sich an der griechischen Sage von Orpheus und Eurydike.
Die Oper wurde im Laufe der Zeit immer beliebter und so mussten auch entsprechende Spielstätten geschaffen werden. 1637 entstand das erste Opernspielhaus der Welt in Venedig: das Teatro San Cassiano.
Die erste deutsche Oper “Die Dafne” entstand 1627 und stammt von Martin Opitz (Libretto) und Heinrich Schütz (Musik). Im Gegensatz zum Libretto ist die Musik leider nicht erhalten geblieben.
Mit der Zeit entwickelten sich zwei Formen der Oper. Die ernste, tragische Opera seria und die lustige, heitere Opera buffa. Eine neue Entwicklung der Oper brachte Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), der die strengen Regeln der Opera seria und Opera buffa auflöste und Sprache und Musik sowie Handlung und Ornamentik vermischte.
Die wichtigsten Opern:
Claudio Monteverdi: L’Orfeo
Wolfang A. Mozart: Die Zauberflöte
Wolfgang A. Mozart: Die Hochzeit des Figaro
Richard Wagner: Tristan und Isolde
Ludwig van Beethoven: Fidelio
Carl Maria von Weber: Der Freischütz
Giacomo Puccini: La Bohamvilla
Giaocchino Rossini: Der Barbier von Sei
Johann Strauss (Sohn): Die Fledermaus
George Bizet: Carmen
Guiseppe Verdi: Aida
Sonntag, 25. August 2013
Rhythmus aus der Küche
Über Chuck Norris heißt es, er finde in jedem Raum 476 Gegenstände, mit denen er einen Menschen töten könne, einschließlich des Raumes selbst.
Der Schlagzeuger Gavin Harrison findet hingegen in einer Küche eine scheinbar ähnlich hohe Anzahl an Dingen, mit denen er ohne Schlagzeug eines Rhythmus spielen kann. Das Waschbecken bildet die Grundlage des Stücks, zu dem sich dann noch einige Küchengeräte gesellen.
Rhythmusgefühl ist offensichtlich nicht vom Instrument abhängig. Und Harrison hat davon jede Menge.
Der Schlagzeuger Gavin Harrison findet hingegen in einer Küche eine scheinbar ähnlich hohe Anzahl an Dingen, mit denen er ohne Schlagzeug eines Rhythmus spielen kann. Das Waschbecken bildet die Grundlage des Stücks, zu dem sich dann noch einige Küchengeräte gesellen.
Rhythmusgefühl ist offensichtlich nicht vom Instrument abhängig. Und Harrison hat davon jede Menge.
Dienstag, 30. Juli 2013
Mason Williams Hit "Classical Gas" - 45 Jahre und immer noch aufregend
Wer sich für Fingerpicking auf der Gitarre interessiert, der kommt an dem Australier Tommy Emmanuel nicht vorbei. Emmanuels virtuoses Gitarrenspiel begeistert Fans auf der ganzen Welt.
Sucht man bei Youtube nach Tommy Emmanuel fällt jedoch auf, dass das erste Ergebnis keines seiner eigenen Lieder ist, sondern eine Coverversion von Mason Williams' "Classical Gas". Auch bei der Suche nach "Classical Gas" erscheint als zweites Suchergebnis Tommy Emmanuels Interpretation des Stücks. Grund genug also, sich einmal mit dem Stück zu beschäftigen.
Der Autor von 'Classical Gas', Mason Williams, schrieb das Stück nicht als hauptberuflicher Musikkomponist. Williams war bei der Entstehung Autor für die amerikanische Comedy-Serie "Smothers Brothers Comedy Hour". Zwar hat Williams sich immer mit Musik beschäftigt und auch eine musikalische Ausbildung genossen. Trotzdem war er nie auf die Musik beschränkt, sondern hat sich immer auch für Literatur, Kunst und eben Comedy interessiert.
Ende 60er Jahren vebrachte Williams die meiste Zeit damit, für die "Comedy Hour" zu schreiben. Für die Sketche schrieb er auch manchmal ein Musikstück, auf das die Schauspieler singen sollten. Wenn er also mal die Nase voll hatte, nahm er seine Gitarre zur Hand und spielte mit einigen Ideen herum.
Die Motivation 'Classical Gas' zu schreiben, bekam er auf einer Party, auf der eine Reihe bekannter Musiker anwesend waren. Eine Gitarre wurde herumgereicht, aber Williams hatte kein interessantes Stück im Repertoir, das er hätte spielen können. So wollte er auch ein interessantes Stück schreiben. Zwischen seiner Arbeit für die "Comedy Hour" schrieb er über einige Monate immer wieder an "Classical Gas".
In einem Teil der Show, bei der Musiker auftreten und ihre unbekannten und musikalisch neuartigen Stücke aufführen durften, trat Williams ebenfalls auf. Bei den Aufnahmen zu seinem ersten Album verwechselte ein Mitarbeiter des Studios den Namen und schrieb versehentlich "Classigal Gas" statt "Classical Gasoline", wie das Stück ursprünglich heißen sollte, auf die Titelliste.
Nach der Veröffentlichung gewann das Stück drei Grammy Awards. Eine der prominentesten Verwendungen des Stücks ist in der Comedy-Serie "Die Simpsons". Bei einer Demonstration vor dem Kernkraftwerk des Kraftwerkbeteribers Montgomery Burns wünscht sich ein Protestler das Stück von Lisa Simpson, die mit ihrer Gitarre die Protestlieder begleitet.
Bis heute, 45 Jahre nach dessen Veröffentlichung, ist 'Classical Gas' populär. Zum 40. Jubiläum des Songs hat Williams sogar eine Tour nach dem Stück benannt. Kein Wunder also, dass sich Tommy Emmanuel diese Stück als Cover gewählt hat. Und wer sich bei einfühlsamer Gitarrenmusik auf der klassischen Gitarre gelangweilt fühlt, der ist bei Emmanuels Version sehr gut aufgehoben.
Sucht man bei Youtube nach Tommy Emmanuel fällt jedoch auf, dass das erste Ergebnis keines seiner eigenen Lieder ist, sondern eine Coverversion von Mason Williams' "Classical Gas". Auch bei der Suche nach "Classical Gas" erscheint als zweites Suchergebnis Tommy Emmanuels Interpretation des Stücks. Grund genug also, sich einmal mit dem Stück zu beschäftigen.
Der Autor von 'Classical Gas', Mason Williams, schrieb das Stück nicht als hauptberuflicher Musikkomponist. Williams war bei der Entstehung Autor für die amerikanische Comedy-Serie "Smothers Brothers Comedy Hour". Zwar hat Williams sich immer mit Musik beschäftigt und auch eine musikalische Ausbildung genossen. Trotzdem war er nie auf die Musik beschränkt, sondern hat sich immer auch für Literatur, Kunst und eben Comedy interessiert.
Ende 60er Jahren vebrachte Williams die meiste Zeit damit, für die "Comedy Hour" zu schreiben. Für die Sketche schrieb er auch manchmal ein Musikstück, auf das die Schauspieler singen sollten. Wenn er also mal die Nase voll hatte, nahm er seine Gitarre zur Hand und spielte mit einigen Ideen herum.
Die Motivation 'Classical Gas' zu schreiben, bekam er auf einer Party, auf der eine Reihe bekannter Musiker anwesend waren. Eine Gitarre wurde herumgereicht, aber Williams hatte kein interessantes Stück im Repertoir, das er hätte spielen können. So wollte er auch ein interessantes Stück schreiben. Zwischen seiner Arbeit für die "Comedy Hour" schrieb er über einige Monate immer wieder an "Classical Gas".
In einem Teil der Show, bei der Musiker auftreten und ihre unbekannten und musikalisch neuartigen Stücke aufführen durften, trat Williams ebenfalls auf. Bei den Aufnahmen zu seinem ersten Album verwechselte ein Mitarbeiter des Studios den Namen und schrieb versehentlich "Classigal Gas" statt "Classical Gasoline", wie das Stück ursprünglich heißen sollte, auf die Titelliste.
Nach der Veröffentlichung gewann das Stück drei Grammy Awards. Eine der prominentesten Verwendungen des Stücks ist in der Comedy-Serie "Die Simpsons". Bei einer Demonstration vor dem Kernkraftwerk des Kraftwerkbeteribers Montgomery Burns wünscht sich ein Protestler das Stück von Lisa Simpson, die mit ihrer Gitarre die Protestlieder begleitet.
Bis heute, 45 Jahre nach dessen Veröffentlichung, ist 'Classical Gas' populär. Zum 40. Jubiläum des Songs hat Williams sogar eine Tour nach dem Stück benannt. Kein Wunder also, dass sich Tommy Emmanuel diese Stück als Cover gewählt hat. Und wer sich bei einfühlsamer Gitarrenmusik auf der klassischen Gitarre gelangweilt fühlt, der ist bei Emmanuels Version sehr gut aufgehoben.
Montag, 29. Juli 2013
Ocean Sun Festival und Steinway-Nachwuchspianisten an Bord der MS Europa
Hamburg (ots) - Der
Herbst auf der EUROPA, dem einzigen Fünf-Sterne-Plus* Kreuzfahrtschiff
weltweit, ist geprägt von klassischen Musikklängen: Auf der Reise von
Nizza nach Madeira, vom 19.11. bis 30.11.2013, findet das beliebte
"Ocean Sun Festival", ein Musikfestival in Zusammenarbeit mit der
"Deutsche Grammophon", statt. Auch bereits auf der Reise davor, von
Civitavecchia nach Nizza, steht Musik auf dem Programm: Etablierte
Pianisten/innen sowie Nachwuchstalente, empfohlen durch das Haus
Steinway, begeistern die Gäste an Bord mit Klavierkonzerten.
Beim Ocean Sun Festival verwandelt die Crème de la Crème der klassischen Musik die EUROPA in eine Festivalbühne. Dieses einzigartige Festival auf hoher See findet jährlich in Zusammenarbeit mit der "Deutsche Grammophon" statt. Unter anderem treten während der 11-tägigen Reise die Klarinettistin Sabine Meyer, der Bariton Roman Trekel, die Mezzosopranistin Bernarda Fink sowie die Sopranistin Raquel Andueza auf. Außerdem dabei sind der Mandolinenspieler Avi Avital und der ehemalige Sänger Thomas Quasthoff, der musikalische Lesungen, unter anderem zusammen mit Roman Trekel, halten wird.
Ocean Sun Festival 2013 auf der Mittelmeerreise vom 19.11.2013 - 30.11.2013 (11 Tage) von Nizza über Cannes, Marseille, Barcelona, Valencia, Palma de Mallorca, Algier und Casablanca nach Funchal auf Madeira, ab 3.990 Euro pro Person inklusive Flüge.
Auf der Reise von Civitavecchia nach Nizza kommen die Gäste in den Genuss verschiedener Klavierkonzerte. Etablierte Pianisten/innen und Nachwuchstalente, allesamt Preisträger großer Klavierwettbewerbe und durch das Haus Steinway empfohlen, treten an Bord im Rahmen mehrerer Konzerte auf. Und auch an Land erwartet die Gäste ein musikalisches Programm: In ausgewählten Kirchen entlang der Reiseroute finden geführte Orgelkonzerte statt.
Steinway-Nachwuchstalente an Bord der EUROPA vom 09.11.2013 - 19.11.2013 (10 Tage) von Civitavecchia über Neapel, Catania, Valletta, La Goulette, Palermo, Bastia und Genua nach Nizza, ab 3.990 Euro pro Person inklusive Flüge.
Beim Ocean Sun Festival verwandelt die Crème de la Crème der klassischen Musik die EUROPA in eine Festivalbühne. Dieses einzigartige Festival auf hoher See findet jährlich in Zusammenarbeit mit der "Deutsche Grammophon" statt. Unter anderem treten während der 11-tägigen Reise die Klarinettistin Sabine Meyer, der Bariton Roman Trekel, die Mezzosopranistin Bernarda Fink sowie die Sopranistin Raquel Andueza auf. Außerdem dabei sind der Mandolinenspieler Avi Avital und der ehemalige Sänger Thomas Quasthoff, der musikalische Lesungen, unter anderem zusammen mit Roman Trekel, halten wird.
Ocean Sun Festival 2013 auf der Mittelmeerreise vom 19.11.2013 - 30.11.2013 (11 Tage) von Nizza über Cannes, Marseille, Barcelona, Valencia, Palma de Mallorca, Algier und Casablanca nach Funchal auf Madeira, ab 3.990 Euro pro Person inklusive Flüge.
Auf der Reise von Civitavecchia nach Nizza kommen die Gäste in den Genuss verschiedener Klavierkonzerte. Etablierte Pianisten/innen und Nachwuchstalente, allesamt Preisträger großer Klavierwettbewerbe und durch das Haus Steinway empfohlen, treten an Bord im Rahmen mehrerer Konzerte auf. Und auch an Land erwartet die Gäste ein musikalisches Programm: In ausgewählten Kirchen entlang der Reiseroute finden geführte Orgelkonzerte statt.
Steinway-Nachwuchstalente an Bord der EUROPA vom 09.11.2013 - 19.11.2013 (10 Tage) von Civitavecchia über Neapel, Catania, Valletta, La Goulette, Palermo, Bastia und Genua nach Nizza, ab 3.990 Euro pro Person inklusive Flüge.
Freitag, 26. Juli 2013
STING gibt Details zum neuen Album "The Last Ship" bekannt
| Der Musiker STING (Universal International Division) |
Kindheitserinnerungen und Eindrücke aus seiner Heimat Swan Hunters Shipyard in Wallsend sind die treibende Kraft für seine Songs, die durch universellen Wahrheiten bewegen: Vielschichtige menschliche Beziehungen, die Vergänglichkeit der Zeit und der Stellenwert von Familie und Gemeinschaft. "The Last Ship" ist eine bewegende und komplexe Parabel auf unsere modernen Zeiten und die Dinge, die uns tief im Innern beschäftigen. Produziert wurde "The Last Ship" von Rob Mathes (Eric Clapton, Elton John uva.). Teil 1 des der Videoserie gibt es unter http://ots.de/WjTVf. Teil 2 gibt es unter http://ots.de/9zznq . Weitere Clips, die sich jeweils einem bestimmten Thema von "The Last Ship" widmen, werden in den nächsten Wochen folgen.
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